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Vertragsbausteine
Facility Management

Aktion III:

Vertragsbausteine Facility Management

Hintergrund und Ausgangslage

Viele Organisationen und Gebäudebesitzer lagern heute operative und taktische Leistungen der Gebäudebewirtschaftung und des –betriebs an Immobilien-Verwalter oder Facility Service Provider (Gebäude-Betreiber) aus. Dabei muss diese Zusammenarbeit in «FM-Verträgen» geregelt werden. In diesen Verträgen kommt die Anforderung an Energieeffizienz bis heute oft gar nicht oder nur sehr allgemein und ohne klare, messbare Ziele vor. In der Praxis wird diesem Aspekt denn auch nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Die typische finanzielle Vergütung der Bewirtschaftung in Abhängigkeit der Nebenkosten gibt sogar einen Anreiz zur Steigerung des Energieverbrauchs. Die feh-lenden Anreize für die Provider (z.B. Bonus/Malus) ist aus Sicht verschiedener Marktakteure neben den tiefen Energiekosten auch ein wesentliches Hemmnis für einen energieeffizienten Betrieb (siehe auch EEG-Aktionsplan Zürich). Neben der Energieeffizienz wäre es sinnvoll zudem auch die Aspekte Betriebssicherheit, Gesundheit und Komfort einzubeziehen, was zusätzlichen Nutzen stiftet.

Zielsetzung und Vorgehen

Das Projekt Standard-Textbausteine für FM-Verträge hat zum Ziel, die Energieeffizienz zu einem elementaren und messbaren Bestandteil von FM-Verträgen zu machen. Um zusätzlichen Mehrwert für die Kunden zu schaffen, sollen weitere Nachhaltigkeitsaspekte wie Komfort, Gesundheit und Sicherheit ebenfalls berücksichtigt werden. Mittels klarer Anforderungen, mess- und überprüfbarer Qualitätszielen resp. Key Performance Indicators (KPI), neuer und innovativer Vergütungsansätze sollen die Anbieter mit solchen FM-Verträgen zudem geeignete Anreize für einen nachhaltigen und qualitativ hochstehenden Facility Service erhalten.

Dafür werden in dieser Aktion zusammen mit Verbands- und Firmenpartnern generische Standardvertragsbausteine erarbeitet, die ebenfalls Bezug auf bestehende Normen und rechtliche Grundlagen nehmen.
Nach Projektende sollen die Vertragsbausteine über KBOB und die FM-Verbände der Branche zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit dem CRB ist die Implementierung der Bausteine in sein neues FM-Ausschreibetool und den Norm-Positionen-Katalog (NPK) FM vorgesehen. Die ZHAW wird diese Bausteine in ihre Aus- und Weiterbildungsangebote im FM einfliessen lassen. Dadurch kann die Verbreitung und Nutzung in der Praxis erreicht werden.

Nutzen der Aktion

Die Entwicklung solcher Standardbausteine mit Berücksichtigung von Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort, sowie die Erarbeitung der Methodik zur Quantifizierung der Leistungserbringung (KPI) haben für die involvierten Parteien folgenden Nutzen:

…für die FM-Branche

Die Nutzung von Bausteinen vereinheitlicht die Verträge für die Immobilien-Bewirtschaftung und die Facility Services für den Betrieb. Zudem wir Energieeffizienz als neues Geschäftsfeld (Service) erschlossen, mit der Möglichkeit für zusätzlichen Umsatz und Gewinn

…für den Bewirtschafter und Betreiber

Einfachere Erstellung von Offerten und Kommunikation mit den Auftraggebern in Bezug auf Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort. Vermeidung von zusätzlichen, unklaren oder nicht entschädigten Aufgaben und Verantwortungen.

…für den Eigentümer

Einfachere Ausschreibung und klare Definition der Service Levels. Tiefere Kosten und besserer Komfort resp. Arbeitsbedingungen und Nutzerzufriedenheit in den Gebäuden: bessere Vermietbarkeit oder Eigennutzung.

Projektteam Aktion III

Diese EEG-Aktion wird unter der Mitwirkung und finanzieller Unterstützung nachfolgender Firmen und Institutionen erarbeitet.

Sehr gerne können Sie sich aber im Vernehmlassungsprozess der erarbeiteten Bausteine einbringen! Wir würden uns über Ihr Mitwirken sehr freuen!

  • EnergieSchweiz (BFE)
  • BVK Zürich
  • Jobst Willers Engineering
  • Wincasa
  • ZHAW - IFM (Lead)
  • TEP Energy
  • Hanser Consulting
  • fmpro
  • IFMA Schweiz
  • CRB
  • KBOB